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 Mehr als nur Farbenspiel

Werner Helmreichs 93er Astra GSi entwickelte sich Schritt für Schritt vom nackten Serienmodell zum ausgezeichnet proportionierten Szenefahrzeug, das bei Treffen meist in den Pokalrängen zu finden ist.

Aus Schwarz mach Schwarz-Gelb. Aus Hoch mach Tief. Aus 8V mach 16V. Aus Serie mach Individuell. Kurzum, aus Wenig mach Viel.  „Stimmig und nicht überladen“ erklärt Werner das schwarz-gelbe Design, dessen Wirkung er mit silbernen und goldenen Pinstribes aufgewerten ließ. Es ist die schlicht-elegante Linienführung des Astra F, die den Industriemechaniker noch heute so begeistert. 1996 besuchte er sein allererstes Opeltreffen in Waldsassen mit seinem damaligen Kadett E. Vier Jahre später kaufte er den bei einem Händler auf dem Abstellgleis parkenden, novaschwarzen Astra GSi. Überschaubare Standschäden, wenig Kilometer, günstiger Preis - der GSi war sein!

In Tannhausen, dem damals größten Opeltreffen des Südens Süden, feierten Werner und sein GSi ihren Ersteinsatz in der Szene. Die Menge an hergerichteten Autos beeinflusste den Opel Fan. „Übliche Verdächtige“ wie Felgen und Fahrwerk verschönerten den Astra, doch der dunkle Lack schien viel zu unauffällig. Nach der ersten Demontage im Jahr 2004 markierte das Gelb von Fiats Cinquecento die optische Zäsur. Weite Strecken zu Treffen und der Alltagsbetrieb ließen den Tachostand steigen. Wiederum vier Jahre später stand die nächste Entscheidung an, weil ihm ein Bekannter einen 2 Liter 16V mit 150 PS (C20XE) anbot. „Der Umbau zum standhaften Sauger verlief problemlos“, resümiert Werner. Auch die später eingebrachten Modifikationen wie Multifunktionsriemen anstatt Doppelkeilriemen und Kurbelwellenscheibe des Calibra Turbo waren vom Aufwand her gesehen überschaubar.

Gold und Silber haben den Motorraum erreicht, was von verschiedenen Anbietern im wahrsten Sinne des Wortes zusammengetragen wurde. Und es geht noch was. Goldene Schrauben für die Wiechers Domstrebe und Veredlung für das gelbe Rotkäppchen stehen auf der Liste. Bemerkenswert: Das F16-Getriebe wurde nicht gegen das für 2 Liter 16V übliche F20 getauscht.

Imola Gelb von Audi, kombiniert mit Opels Tiefschwarz und verfeinert mit Pinstribing in Silber und Gold nennt sich das außen sowie im Innenraum Verwendung findende aktuelle Farbenspiel Tatsächlich sind die „üblichen Verdächtigen“ aus der Anfangszeit erhalten geblieben., weil KAW-Federn, sowie die vorne gekürzten und von außen verstellbaren Koni Dämpfer haben nichts von ihrer Wirkung eingebüßt haben.

 „Mögen Borbet T Felgen auch längst aus der Mode gekommen sein, sie passen dem Astra F in 7,5 und 9x16 Zoll wie angegossen“, meint Werner, der der Felgenoptik mit polierten Außenbetten und Pulver beschichteten Sternen mit Metalflakes nachgeholfen hat.

Gebördelte, aber nicht gezogene Kotflügel vorne und um 2cm gezogene Radläufe hinten, reichen für die ohne Distanzscheiben montierten Räder. „Mein Auto sollte wieder erkennbar sein“ meint Werner, der sich am handelsüblichen Markt für Anbauteile orientierte. Rieger Infinity II Bausatz, Heckspoiler von Lexmaul und dem originalen GSi -Flügel schienen jedoch auf Dauer nicht individuell genug, weshalb die Frontpartie mit Hilfe von Kumpel Franz auf Astra G-Optik umgebaut wurde. Die zur A-Säule zeigende Hälfte der mittig getrennten Astra F Haube verschweißte Franz mit dem vorderen Teil das Astra G-Haube inklusive eines „Bösen Blick“. Die Leuchten-Orgie am Heck gebührt dem Überwachungsverein, der auf Grund schwarzer Irmscher Rückleuchten Katzenaugen und Nebler verlangte.

Es ist schwer zu beurteilen, ob Werner mehr Wert auf das Äußere, auf den Motorraum oder den Innenraum gelegt hat. Das Fahrzeug ist quasi ein optischer Dreiklang. Neben attraktiven Modifikationen im Stil des Fahrzeugs, nimmt das so genannte Car Entertainment einen gewichtigen Platz ein, das er Dank seiner Berufserfahrung größtenteils eigenhändig installieren konnte. Bei den Doorboards und Ausbau des Kofferraums erhielt er Unterstützung von MAS (Mobile Audio Solutions GmbH) aus Nürnberg, da einmalige Einzelstücke exakt dem Astra angepasst werden mussten.  

Die meiste Zeit und Knowhow floß in die Anpassung des Elektronik für das digitale Cockpit. Jeder einzelne Pin des „Mäusekinos“ musste mit dem Original-Kabelbaum korrekt verlötet werden. Hinzu kommt der optische und mechanische Zusammenschluss aus digitalen Kadett E-Komponenten und unteren Astra F-Anzeigen, da Werner das komplette Kadett E-Cockpit nicht 1:1 übernehmen wollte.

Der überdurchschnittliche  Aufwand wird durchaus anerkannt. Die Durchblicker unter den Juroren beurteilen den Astra durchweg positiv. Nicht nur bei Opel Treffen, selbst in der markenoffenen Szene macht der Astra GSi sein Ding. Werners Fazit: „Ich habe mein Auto für mich gebaut und es ist schön, dass es auch anderen gefällt“

Typ: Opel Astra F GSI (1993)
Motor:  2 Liter 16V, DOHC (C20XE), Ansaugglocke Friedrich Motorsport, Multifunktionsriemen, Kurbelwellenscheibe Calibra Turbo, Motoroptik: Diverse verchromte, vergoldete und lackierte Anbauteile und Schlauchschellen (GTE Motorsport, Goldparts), gelaserter Motorhaubenspiegel aus V2A
Auspuff: Fächerkrümmer (Serie), Imasaf Anlage ab Kat mit Endschalldämpfer 2x76 Endrohren
Leistung (max): 150 PS
Kraftübertragung: 5-Gang Schaltgetriebe (F16)

Fahrwerk:  KAW Federn 60/40 (va/ha) vorne gekürzte Koni-Dämpfer gelb, außen härteverstellbar in 3-Stufen McPherson Federbeine, Wiechers Domstrebe (va)
Felgen (Herst./Größe): Borbet T, polierte Felgenbetten, mit Metalflakes pulverbeschichtete, schwarze  Sterne / 7,5x16 ET 35 (va), 9x16 ET 30 (ha)
Bereifung (Herst./Größe): Uniroyal Rain Sport II / 215/40 R16
Bremsen(vo/hi): Scheiben / Scheiben

Weitere Extras: Infinity 2 Front- und Heckschürze, Rieger ,Astra GSi Seitenschweller und Türaufsätze, verlängerte Motorhaube mit Astra G Grill, GSi Lufteinlässe auf Motorhaube, GSi Nebelscheinwerfer, getönte Zusatznebelschlussleuchten, Vectra B Türgriffe ohne Schloss, diverse Glasgravuren und Pinstrips, Bonrath Einarmwischersystem, Schwarze Frontscheinwerfer und Blinker, GSi Dachflügel, Lexmaul Heckspoiler, Irmscher Rückleuchten mit passend lasierter Heckblende, pulverbeschichtete Dachreling in Alu Design, Schlösser und Fanghaken verchromt und mit goldenen Schrauben befestigt, Two Tone Lackierung: Opel Tiefschwarz oben, Audi Imolagelb unten, Pinstribing by Linder (silber, gold)

Interieur: Raid Dino 32mm schwarz mit silbernen Carbon look abgesetzt mit Nabe M78 Raid, Armaturenbrett und Lenkradverkleidung in Wagenfarbe gelb lackiert, Original Bertone Ledersitze Vorne. Rückbank mit gelben Verziehrungen gelederte Seitenverkleidung rundum, Lcd Tacho vom Kadett umgebaut auf Astra F samt Anzeigeleuchten Astra F, großer Bordcomputer, rote Fußraum und Innenbeleuchtung, sämtliche Schalter auf rote Beleuchtung umgelötet, Innenverkleidung ABC Säulen in Wagenfarbe Schwarz mit verchromten GSi Emblemen verziert, Einstiegsleisten und Mittelkonsole, JF Fußmatten mit gelber Kettelung, Alu Pedale Astra G GTC, Chrom Türöffner Vectra B hinten, Elektrische Fensterheber nachgerüstet (Original Opel), Elektrisches Schieberdach Omega A, Zusatzinstrumente Volt und Öl Temperatur und Raid Night Flight mit Halter für A-Säule, Chrome Lüftungs und Heizungsregler mit verchromten  Lüftungsgitter, Innenraumleuchte Omega A mit 2 Leselampen, Schminkspiegel Beifahrerseite mit Glasgravur versehen GSi 16V, FoliaTec Tönungsfolie Midnight Reflex, polierter Aluschaltknauf mit Keke Rosberg Emblem (Firma BTM), Integrierter 7 Zoll Tft Monitor in der Mittelkonsole (Gfk Umbau), automatische Schrothgurte in Gelb, Schalt und Handbremsmanschette Gelb mit Astra Schriftzug ( Firma Autix), Rosberg Original Emblem an Aschenbecherabdeckung, Aluminium Tür Pins in Chrom, umgebaute Türverkleidungen mit Doorboards geledert und in beiden Wagenfarben lackiert- Viper Security System mit Sprachmodul, Beide Sonnenblenden mit Pinstribing, gelederte Heckablage geledert GSI Emblem, gelederte Spiegeldreiecke mit eingefassten Hochtöner

ICE: JVC KD AVX1 DVD Mp3 Radio, doppeltes Rainbow Germanium Frontsystem mit passenden Hochtönern, - Subwooferkiste mit 2 Rainbow Germanium Woofern 25cm, - 2 Kondensatoren Civc 1 Farrat, - Endstufen 1 Signat Ram 2 und 2x 3 Mark 2, Yamakava 7 Zoll Tft in der Mittelkonsole, - 4 weitere 7 Zoll Monitore in den Kopfstützen, Kofferraumausbau komplett geledert und in Wagenfarbe lackiert jeweils seitlich ein absperrbares Seitenfach, Endstufen und Kondensatoren alles in Reserveradmulde untergebracht
Danksagung: Danke an alle meine Freunde und meinen Bruder die mit geholfen und mich unterstützt haben und an meine Freundin für die Geduld

Fotografiert am 27. Mai 2012 beim Opeltreffen in Pegnitz und am 18. April 2015 beim Racingday in Schwandorf.

 Warum auch immer, ich hatte die Fotos der 2012er Session zum ewigen Schlaf auf der Festplatte verdonnert. Frisch motiviert startete ich meine Tuningsaison 2015 in Schwandorf und traf dort Werner Helmreich. „Etzertla baggmers“ bedeutet auf Fränkisch soviel wie „Etzertla baggmers“. Obwohl die Bilder aus Pegnitz mir vom Hintergrund her besser gefielen, fiel die Entscheidung pro „same player shoots again“, da Werner einige Änderungen am Astra vorgenommen hatte. Ich fand einen einigermaßen fotogenen Hintergrund auf dem Gelände im Rinderzucht-Areal. Es zählt ja eh die Qualität des Fahrzeugs, nicht das Drumherum.

Text & Foto: Heinz Bauriedel für Opel Flash 7/2015

 
 
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