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 Bayerische Spezialitäten

Mit einer Mischung aus Serien- und US-Look punktet Robert Penzenstadlers Golf III VR6 im seltenen Avusblau Metallic. Das vor vier Jahren gekaufte Schnäppchen fuhr selbst der Vorbesitzer nie im Winter, womit sich Robert auf individuelle Modifikationen konzentrieren konnte. Typisch für Niederbayerische Szene-Volkswagen haben Gold und Chrom den Motorraum erobert. Dass der zum 2-Sitzer umgerüstete Innenraum ebenfalls originell Ideen bereithält, versteht sich von selbst

„Einmal Golf, immer Golf“, könnte man Roberts Beziehung zum Auto definieren. Im Alltag bewegt er einen Golf V GTI Edition 30, für Treffen kommt sein Sahnestück aus der Garage. Der Kauf des 92er Golf VR6 war ein Volltreffer, weil erstens der Vorbesitzer ihn nicht über Eis und Schnee jagte  und zweitens zählt die Lackierung zu den seltenen Farben im VW Programm und war ausschließlich dem Golf III VR6 vorbehalten. Als gelernter Kfz- und Zweirad-Mechatroniker sind ihm handwerkliche Tätigkeiten mit diversen Materialien nicht fremd

. „Alles selber gemacht“ schließt nur Lackierung und galvanische Veredlung aus, ansonsten zählen unter anderem Blecharbeiten zum Heimspiel. Notwendig wurde der Eingriff an den Seitenteilen des Golfs, weil 9x16 Zoll Schmidt Modern Line auf ihren Einsatz lauerten.

Angesprochene Fremdarbeiten betrafen das Hochglanzverdichten der Felgenbetten sowie das Vergolden der Verschraubung. Verbastelt sollte die Karosse keinesfalls werden, doch ein bisschen US-Look schadet dem Golf III nicht. Die Heckleuchten verloren an Länge. Embleme und Schlösser fielen dem zum Opfer, was in der US-Szene als „shaving“ bezeichnet wird. Die Frontschürze stammt ebenfalls von der US-Version mit seitlichen Markierungen und klaren Blinkern. Allerdings bestückt mit der breiten Lippe der deutschen Version, damit der Golf tiefer wirkt. Kaum mehr zu bekommen ist der Bonrath Speedwing unterhalb der Frontscheibe, die freilich von einem Einarmwischer geteilt wird.

Noch seltener ist die Laderaumschutz am Heck, der von einem Bundespost-Golf stammt und für den unter ebay eine ziemlich hohe Summe aufgerufen wurde. (Vom Besitzer nachgereichtes Foto)

Technisch ist der VR6 im Original geblieben, von intensiven Wartungsmaßnahmen wie Abdichten und neuen Lagern abgesehen. Optisch legte Robert Wert auf Veredlung in Gold und Chrom. Eigentlich müsste man den Golf auch von unten fotografieren, weil sich der Glanz von Bremsanlage, Getriebe und Antriebwellen absolut nicht von dem Glanz der Domkappen Verschraubung und des Ventildeckels unterscheidet.

 Tagelange Arbeit in einem Satz komprimiert: Einen Kombi mit Motorraum-Teilen vollbeladen, zum Verchromer gedüst und nach getaner Veredlung alle Teile wieder eingebaut. Mit dem ausgeräumten Motorraum bot es sich an, Kabel zu verlängern und so zu verlegten, das sie beim eingebauten Motor für den Betrachter unsichtbar bleiben. Die blauen Samco-Schläuche bilden einen angenehmen Kontrast zu Gold und Silber. No stone unturned – kein Teil blieb unbearbeitet, sogar die Verbindungsstecker aus Kunststoff wurden bedampft.

Originale Golf IV Recaro Sitze passen ohne Bearbeitung der Laufschienen nicht in den Golf III. Der selbst gestaltete Innenraum in echt Leder und Alcantara schließt die  A, B und C-Säulenverkleidung sowie den Himmel mit ein, zur Wagenfarbe mit blauen Nähten bestickt. Die Besonderheit im Cockpit: Wie der einsame Bonrath Wischer zeigen die Zeiger im Stillstand nach oben. Bei der Mittelkonsole kommt wieder die US-Version mit der bequemen Armlehne ins Spiel. Der Innenraum zeigt noch viel mehr individuelle Ideen. Zum Beispiel in und an den Rücksitzen.

 Um die Rücksitze des 2-Sitzers umklappen zu können, baute Robert den Wiechers-Käfig um. Hinsetzten kann sich dennoch niemand, da die Endstufen direkt im Sitz in Holzrahmen eingebettet sind. Apropos Holz: Auch im Kofferraum kommt Sperrholz zum Einsatz. Zum Ausbau der Domstrebe wäre ein guter Tag notwendig, da die komplette Holzkonstruktion demontiert werden müsste.

Vier Jahre dauerte der Aufbau, der noch nicht ganz abgeschlossen ist. Gecleante Türen und weitere Details stehen noch an. „Würdest Du den Golf nochmals so aufbauen“ ist die letzte Frage: „Vom Spaß her ja, vom Geld her nein“ lautet seine ehrliche Antwort.

Typ: VW Golf 3 VR6
Baujahr:  1992
Motor:  VR6, 2792 ccm (AAA), komplett überholt, Raid HP Filter, Eigenbau LMM, Samco Schläuche, verstellbare Domstrebe, Alu Batteriekasten, Motorraum gecleant, Kabel versteckt, Kunststoftstecker chrombedampft
Leistung:  174 PS
Getriebe:  5-Gang-Schaltgetriebe verchromt,
Auspuff:  Fächerkrümmer TA Technix, Remus Halbanlage,
Fahrwerk:  H&R Gewindefahrwerk
Bremsanlage: Scheibenbremsen 288×25, 226 mm, ABS
Felgen:  3-teilige Schmidt Modern Line, hochglanzverdichtet, vergoldete Schrauben, 9x16 ET 8
Bereifung:  Falken 215/40 ZR16
Karosserie: Motorhaube verlängert und Spritzdüsen entfernt, FK Angel Eyes US-Frontschürze mit Original-Frontlippe, seitliche Markierungsleuchten, Bonrath Speedwing und Einarmscheinwerfer, Radläufe bearbeitet, RDX-Schweller, gekürzte Depo LED Rückleuchten, Originallackierung Avusblau Metallic

Interieur:  Umbau zum 2-Sitzer, Momo 28mm Lenkrad, Recaro Sitze vom  Golf 4 GTi, Mittelkonsole US-Version, Edelstahl Pedalkappen, schwarze color concept Angstgriffe, Instrumente auf 12 Uhr, blau beleuchtete Schalter, modifizierter Wiechers Bügel, Domstrebe, Kofferraum mit Sperrholz ausgebaut, in Holzrahmen versenkte Endstufen, Bezug von COF in echt Leder und Alcantara, Ladekantenschutz Postgolf
HiFi:  Ausfahrbarer Tristan Auron 7 Zoll Radio, 2x Hifonics Brutus BXI-3000D Monoblock und ein 10 Farad Hifonics Kondensator in der Rücksitzbank, 2x Hifonics Monitore und 2x Pyle PLBW104 mit je 1000 Watt und eine Focal SW-33WX mit 800 Watt Subwoofer im Kofferraum, die Serienlautsprecher wurden durch Hifonics-Lautsprechern ersetzt
Sonstiges:  Antriebswelle verchromt, Kunststoff Chrom bedampft, Kantenschutz Heck aus Golf (Deutsche Bundespost)
Besonderer Dank an:
SW-Exklusiv, Lackiererei Schwägerl, COF (Cruise Of Freestyle e.K.), Chrom-Gold-Society.de, Polish-Tech, Altmann Anton Jun. und Sen., und meiner Familie

Fotografiert beim Racingday in Schwandorf am 18. April 2015  Einen Volkswagen wollte ich unbedingt mitnehmen und zog einige Runden, um das geeignete Objekt für die VW Scene auszuwählen. Der Golf parkte mit geöffneter Motorhaube am Übergang vom Asphalt zum Schotterplatz. Sozusagen eine Einladung zum Fotografieren. Verlassen wollte ich den Platz nicht und entschied mich für einen Firmenparkplatz auf dem Gelände, wobei im Hintergrund Zaun, Sträucher und Fahnenmasten etwas störend wirken. Ein geeignetes „Foddopläzzla“ (Fränk. für Location) auf dem Viehzucht-Gelände zu finden, ist so einfach nicht. Eine passende Überschrift zu finden ebenfalls nicht. Gefallen tut mit die Überschrift nicht unbedingt, aber mir ist damas nix besseres eingefallen

 
 
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