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 Rust Crowd

Vor allem die unglaubliche Tiefe der polnischen Ratte von Tomek „Pevo“ Stanczyks wirft einige Fragen auf

Wahnsinn, wie tief der Ascona B in Parkposition auf dem Asphalt klebt. Ein derartiger Tiefgang lässt sich nur mit einem Luftfahrwerk erreichen, doch gibt es ein Airride für Ascona B zu kaufen? Ihr könnt ja mal bei G.A.S. nachfragen, wir hoch die Chancen für ein derartiges Fahrwerk stehen. Wahrscheinlich wird man am anderen Ende der Leitung in einen Lachkrampf verfallen. Pevo hat nie bei einem offiziellen Anbieter nachgefragt, sondern seinen Kumpel Robert, einen LKW-Mechaniker, mit dieser absurden Idee überfallen. Robert schlachtete daraufhin aus einem verunfallten LKW den Kompressor für die Anhebung der Fahrerkabine, sowie die Luftbälge aus. Leider hat er uns nicht verraten, aus welchem Laster die Komponenten kannibalisiert wurden.

Verständlich, denn er befürchtet Nachbauten, weil sich das System mit Kenntnis über Fahrwerkstechnik relativ einfach in den Ascona installieren ließ. Die Aufschrift „talin“ auf beiden Druckanzeigen deutet auf Estländischen Ursprung hin. Das Steuergerät könnte aus alten Sowjetbeständen stammen. Ein einfacher Schalter für  "ein" und "aus" - „vorne“ und „hinten“, sowie ein Hebel zum Verändern des Luftdrucks modifizieren die Höhe des Asconas. In Parkposition tauchen die Flächen der 195er Toyo Proxes in die vorderen Radkästen ein. Hinten liegen die verchromten Radläufe direkt auf den Laufflächen auf, dass kein Stückchen Papier mehr dazwischen passt.

Eine perfekte Ratte steht auf perfekten Rädern. Hier vertreiben klassische Mehrteiler von BBS die Luft aus dem Radhaus. Die vorne in 8x15 und hinten in 9x15 Zoll montierten BBS RS Räder sind das einzige, was an diesem Auto wirklich glänzt. Neben den golden lackierten Sternen ließ Pevo alle Schrauben von deren mit goldenen Spitzen ersetzen. Zudem wurden die Schüsseln hochglanzpoliert, was ein ziemlich kontroverses Bild im Vergleich zur Karosserie ergibt.

Pevo schliff die ehemals grün lackierte Karosse komplett bis aufs Blech blank. „Als Rost bezeichnet man das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht“, kann man unter Wikipedia nachlesen. Weiterhin steht geschrieben, dass die Verwitterung von Eisenwerkstoffen an Luft und Wasser zu Rost weltweit jährliche Millionenschäden verursacht. Hier hat die Verwitterung viel Gutes getan.

Nur ein Monat in freier Wildbahn genügte, um dieses unglaubliche rotbraune Layout entstehen zu lassen. Was wäre der Anblick dieses Asconas ohne Dachgepäckträger vom Flohmarkt und der Sonnenschute über der Frontscheibe? Die perfekt sitzende Sonnenschute gibt es in den Maßen für den Ascona B bei cornett.de zu kaufen. Ehre wem Ehre gebührt. Die Rückspiegel befördern die Ratte in den Rang eines Ehrenkreuz-Trägers. Dass die Nummernschilder schief hängen und die hintere Stoßstange auf „HalbZwölf“ sitzt, sind Kleinigkeiten, die eine „gute Ratte“ auszeichnen.

Der brachiale Sechszylinder-Sound würde wohl jedem TÜVler die Nackenhaare steil aufstellen lassen. Eine ziemlich unverfrorene, nahezu ohne Dämpfung montierte Auspuffanlage, knallt voll auf die Ohren. Vorschalldämpfer? Mittelschalldämpfer? Beides sind Fremdworte für den polnischen Ascona. Pevo montierte direkt ab Hosenrohr eine durchgehende Anlage mit einem kastrierten Endtopf vom Schrottplatz. Um den Motorraum des Asconas standesgemäß zu bestücken, beschaffte er sich einen 1990er Senator mit 3 Liter 24V Maschine. Die Karosserie des Dickschiffs war noch vollkommen in Ordnung, doch manchmal muss eben „Gutes“ dem „Schlechten“ weichen. Um ein bisschen Glanz in die Hütte zu bekommen, polierte Pevo Brücke und Ventildeckel auf Hochglanz.

Wenn es sein muss, rennt die 204 PS starke Ratte weit über 200 km/h. Stellt Euch mal vor, so ein Teil zieht auf der Autobahn links an Euch vorbei! Kann der eigentlich dann noch bremsen? Im Gegensatz zur rattigen Optik befindet sich die Technik auf Stand der Dinge. Ein verunfallter Omega 3000 opferte Achskomponenten inklusive der Bremssättel mit Scheiben. Auch das Getriebe stammt vom Omega. Im Innenraum gibt es allerdings nichts, was für Aufmerksamkeit sorgen könnte. Neben den Zusatzgeräten für das Luftwahrwerk entdecken wir ein 34er Raid Sportlenkrad. Ansonsten hinterlässt der Innenraum den Eindruck, seit Jahren nicht mehr gesäubert worden zu sein. Auch das gehört zu einer richtigen Ratte.

Steuermodule für das LuFaWe

der wahrscheinlich tiefste Ascona B

Opel Ascona B (1980)
MOTOR: 3 Liter Sechszylinder (Senator Bj. 1990), 24V, 204 PS, Ansaugkrümmer und Ventildeckel poliert
AUSPUFF: Eigenbau ohne Vorschall-, und Mitteldämpfer, Endtopf ohne Endrohr
GETRIEBE: 5-Gang Omega
FAHRWERK: Eigenbau Luftfahrwerk aus LKW Komponenten, 25% gesperrte Hinterachse
RAD/REIFEN: BBS RS va: 8x15 ET15, ha 9x15 ET16, Toyo Proxes 195/45/15
BREMSEN: Scheibenbremsen Omega 3,0 (vo und hi)
KAROSSERIE: verrosteter Originalzustand, Motorrad-Rückspiegel, Cornett Sonnenschute
INTERIEUR: Serie außer 34 cm Raid Sportlenkrad, Manometer und Steuerungsinstrument
CARAUDIO: nicht notwendig

• zur Überschrift: Rust Crowd war das Callsign der Radarstation Doebraberg, in der ich vor langer langer Zeit feindliche Flugzeuge am „radarscope“ gezählt habe – bestimmt waren damals auch diese MiGs in der Luft, die mir als Hintergrund für die Fotosession dienten (Klick auf Bild öffnet Bildschirmposter (pdf 193 kb)

Ein High Speed-Foto: siehe den lang gezogenen "radar blib" südöstlich von Berlin (überlagert sich teilweise mit dem Grenzverlauf der digital map).  Die MiGs donnerten mit über Mach 2 von der Ostsee kommend die polnische Grenze entlang, bevor sie sich in einen Turn Richtung Westen warfen. Südlichster Punkt müsste über dem Hermsdorfer Kreuz gewesen sein. Dann schwenkten sie ab Richtung Norden, fegten über Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg hinweg, und verschwanden schließlich am Bildschirmrand. "High Speed" war die offizielle Bezeichnung im Report, in dem die Kamera-Bilder (1 x pro sweep) zur Auswertung weitergeleitet wurden. Der Spuk hat nur etwa 10 Minuten gedauert, in denen im Nato-Radarsystem der Teufel los war. Die Aufnahme ist ziemlich genau 30 Jahre alt. (Klick auf Bild verlinkt) - mike kilo - charly crew - rust crowd

an dieser Stelle ein Dank an den Luftfahrttechnischen Museumsverein Rothenburg e.V. für die "Drehgenehmigung" (Klick auf Bild verlinkt)

tuningcars.de-entry 11-07-08

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