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 Prius Prius Prius

... denn Hybrid bringt verbrauchte Energie sofort zurück

Schlüsselquader in den Schacht schieben, Bremse latschen, Startknopf drücken und lauschen – nichts hört man. Die ersten Sekunden im Prius versuchst du irgendwie herauszufinden, ob der Motor, sei es der Benziner oder der Elektro, überhaupt deinen Befehl angenommen hat. Nach Einklicken des kleinen Pimmelchens auf D und dezentem Druck auf das Gaspedal schiebt er sich langsam vorwärts. Wie eine Trambahn. Toyota sollte beim Anrollen das sympathische Klingeln der Prager Tramvaji einspielen lassen.

 

Mein persönliches Interesse geht mit dem tiefergelegten Getöse von Tuningcars.de nicht unbedingt konform. Oder doch? Bei ungefähr 50.000 aus eigener Tasche finanzierten Kilometern pro Jahr zählt jeder Punkt hinter dem Komma. Also zeig mal was du kannst, Prius!

Dessen Aufgabe habe ich aus meiner Sicht praxisgerecht definiert: Was braucht ein Prius bergab und was braucht er bergauf? Was auf der Autobahn und was im Stopp and Go eines Freitag-Nachmittags. Hof liegt höher als Bayreuth, also fahr ich in freier Fahrt einmal hin und im Stau wieder zurück und dann schaunmermalawengla (Hoferisch für Auswertung der Ergebnisse). Ich teile mein Anliegen Friedhelm Engel mit, wobei wir beide dieses Thema in blühensten Farben ausmalten, doch davon später. Ich lasse meinen 82er Toyota Celica Supra für einen Tag in Wunsiedel zurück und konzentriere mich auf den 05er Prius

Start- und Zielpunkt ist das Theater Hof. Wendepunkt das Festspielhaus Bayreuth. Auf den ersten Kilometern vom Theater Hof im Aufstieg zur Hohensaas muss der Benziner arbeiten, weil der Elektro kaum eine Chance bekommt. Erst auf der Westausfahrt beim Abstieg Richtung Wölbattendorf tauchen im Display die grünen Pfeile der Stromversorgung auf. Was sagt der Verbrauch? Die 4. kämpft um ihre Daseinberechtigung. Doch auf der Autobahn bekommt sie trotz 130 km/h Richtgeschwindigkeit keine Chance mehr, obwohl ich das Gaspedal  mehr streichle als trete. Der Durchschnitt pendelt sich bei 5,2 Liter ein

Wer schon mal nach Bordcomputer gefahren ist, der kennt den Vorteil der Schubabschaltung. Runter von Gas und ungefähr nach 2 Sekunden zeigt das Display die 0,0 Verbrauch an. Im Prius unterstreichen grüne Pfeile die zusätzliche Aufladung des Akkus. Bei Sprints steht die Kraft des gewonnenen Stroms extra zur Verfügung. Beherzt das Gaspedal durchgedrückt, jubelt das Motoren-Duo vehement vorwärts. Der Prius geht besser als ich geahnt habe. Halt ein, Michl! Heute ist Sparen angesagt.

Durch Bayreuth gehts kommod und ohne Hektik. Der Elektro spielt seine Trümpfe aus. Am Festspielhaus steht die 4.8 auf dem Display. Nicht schlecht! Im Gedanken gehe ich meinen Fuhrpark durch. Mercedes 200E (W124C) und Toyota Supra 2,8i (MA61) hätten bei dieser Fahrweise im Schnitt ungefähr 9,5 Liter durchgeblasen. Den Scénic 1,6 16V schätze ich mit 7,2 ein. Mein Starlet 1,3 P7 mit Kat und Corolla 1,3 E9 ohne Kat brauchen bei kleiner Schleichfahrt ungefähr 7 Liter (alles Erfahrungswerte - ich führe über 10 Jahre Fahrtenbuch nach Voller-Tank-Methode)

Die Rückfahrt Richtung Hof ist geprägt von der typischen Freitag-Nachmittag-Hektik. Halb Sachsen und Thüringen versuchen noch bis zum Abendessen daheim zu sein. Der Rückreiseverkehr Richtung Norden macht den einen oder anderen Zwischenspurt notwenig. Dank seiner beiden Herzen zieht der Prius mächtig voran. Plötzlich macht es mir richtig Spaß mit diesem Spritsparer. Den höheren Verbrauch auf der „Schiefen Ebene“ kompensiert die Münchberger Senke, die elektronisch geregelte 100 verlangt. Viele DD, SOK, L, DW, WSF u.s.w.  haben hier bereits ihre Pappe verloren, sogar die Chefin großer Autohäuser der Region musste sich wegen der Senke ein Monat chauffieren lassen. Gestern vor genau 15 Jahren geschah auf der Gegenspur dieser Massenunfall mit dem Milchlastwagen, der mehrere PKWs bis zur Unkenntlichkeit zermalmte. Ich lasse den Prius mit 103 km/h abcruisen (kein wirklich schönes Wort).

Stau durch Hof: Das hatte bereits der heimatliche Sender verkündet. Da muss ich hin! Die Kulmbacher Straße war wie ein Doppelburger doppelspurig belegt. Hier spielt der Prius eine unglaubliche starke Trumpfkarte aus. Null Verbrauch bis runter zum Theater. Das „Stopp and Go“  regelt der Elektromotor und dabei braucht man weder schalten noch walten. Sogar das Display verlor eine Zahl hinterm Komma und zeigte nur noch 5,2 an. Vom Theater aus bin ich noch in die Media Agentur am Theresienstein raufgedüst und hab mit meinem Tuningcars.de Admin Jürgen (der hat noch nie ein Auto unter 12 Liter gefahren!) ne kleine Runde gedreht. 5,2 Liter auf 100 Kilometer steht, wahrscheinlich denkt der, ich hab das Display manipuliert.

Mein Fazit: Der Prius ist der absolute Schlager im dichten Stadtverkehr und auf geschwindigkeitslimitierten Straßen, auf denen er den Joker „Elektroantrieb“ voll ausspielen kann. Im Stau, wo jeder Benziner noch abbläst und jeder Diesel herumnagelt, surrt leise der Elektromotor. Außerhalb der Stadt liegt der Prius auf dem Niveau eines Diesels

Rückblick und Vorrausschau: Toyota hat 1983/84 den 16-Ventil Motor zur Serienreife gebracht (Celica AA63, MR2 AW11, Corolla AE86) und heute werden ungezählte Heckpartien von einer 16V Signatur geschmückt. Dem Hybrid Schriftzug wird es ähnlich ergehen

Aus Spaß am Sparen verfolgen das Autohaus Engel und Tuningcars.de folgenden Gedanken:
Wir planen eine Toyota Prius Kultur-Tour durch Oberfranken, die folgende Stationen beinhalten könnte:
Start Wunsiedel Luisenburg
Bayreuth (Festspielhaus)
Bamberg (Weltkulturerbe Innenstadt)
Coburg (Veste)
Kronach (Festung Rosenberg)
Kulmbach (Plassenburg, Autotechnik Hahn)
Sanspareil (Felsengarten)
Hof (Theresienstein)
Ziel: Wunsiedel Autohaus Engel
Ziel ist es, innerhalb der geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen den optimalen Verbrauch zu ermitteln. Auf Englisch: Consumption-Cannonball

Sollte die Idee einen realitätsnahen Status erreichen, wird das Programm bekannt gegeben

Klick auf die Klassiker im Autohaus Engel verlinkt zum Autohaus Engel

Bilder michael kolb/Toyota - mk  22-10-05

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