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 Rekord-Fahrt

Opel Rekord D - Ein Traum in Anthrazit und Chrom

Wertvolle BBS Räder und die außergewöhnliche Tieferlegung betonen den hervorragenden Gesamteindruck des Rekords, bei dem auch ein Blick unter die Motorhaube lohnt. Ohne die Karosserie des Originals zu verschandeln, baute Patrick seinen Traum Rekord in Chrom und rotem Leder.

Den heckangetriebenen Opels aus dem Landkreis Kelheim geht der Ruf des Besonderen voraus. Opel-Flash-Leser konnten sich zuletzt in Ausgabe 7/2005 davon überzeugen, auf welch hohem Niveau sich „Kelheimer Heckantrieber“ bewegen. In gewisser Weise wurde auch dieses Auto von Andis Rekord inspiriert und nicht ohne Grund fand die Fotosession direkt an der Donauschleuse Bad Abbach statt. Patrick erwarb von einem Clubkollegen des „Opel Team zur Schleuse“ diesen Rekord D 1,7 Liter, den er zuvor noch nie gesehen hatte. „Der Clubkollege Stefan öffnete seine Garage und ich war begeistert“, beschreibt er den Erstkontakt mit dem Auto. Ursprünglich hätte er zwar lieber ein gutes C Coupé an den Angelhaken genommen, doch diese Limousine warf alle C-Coupé Pläne über den Haufen. Die im unverbastelten Originalzustand erhaltene und frisch getüvte Karosserie parkte auf umgeschweißten 8,5x13-Stahlfelgen mit Chromdeckeln. Nach einer kurzen Probefahrt stand fest, dass dieses Auto seinen Besitzer wechseln wird.

Nach der ersten Treffen-Saison im quasi Originalzustand dachte Patrick über geringe Veränderungen nach. Er bearbeitete die Originalfedern, beschaffte sich kürzere Dämpfer und montierte 9x15 Zoll BBS Felgen. Kumpel Gerhard hatte eine 2-Liter-Maschine mit 45er Weber übrig, die sich problemlos in den Rekord einbauen ließ. „Ein Jahr später, im Winter 05 auf 06, wollte ich nur im Motorraum für Ordnung sorgen“, erzählt er. Nachdem ihm seine Kumpels Frank und Spenky den Vorschlag machten, ihn bei der Komplettrestauration des Rekords zu unterstützen, gings richtig los. Zwei Tage später die nackte Karosse in Patricks Schrauberhütte, einem ehemaligen Bundeswehr-Bunker, den er mit Bastlern aus dem VW-Lager teilt. Die Substanz des Rekords entpuppte sich gemessen am Alter als hervorragend. Lediglich das rechte Rahmenhorn schwächelte, doch zum Glück wurde Clubmitglied Heinz in seinem Ersatzteillager fündig.

Eine Woche später hatten Patrick und Frank den Unterbodenschutz entfernt und alles glatt geschliffen. Nach der Grundierung erfolgte der Anstrich in einem gewagten Rotton, zudem ließ Patrick die Achsen sandstrahlen und schwarz lackieren. Nach der Pflicht folgte die Kür, die Überarbeitung des Motorraums. Keine Kante, keine Sicke blieb übrig, alle Löcher wurden verschweißt, verzinnt und gespachtelt. Die Batterie fand einen neuen Platz im Kofferraum und die Zündspule wanderte hinter die Spritzwand. Wegen der Verlegung des Hauptkabelbaums in das linke Innenradhaus musste ein weiterer Kabelbaum zwecks Verlängerung beschafft werden, doch leider hatten die in eBay ersteigerten Kabel andere Farben. Nun mussten beide Kabelbäume zerpflückt, neu ausgemessen und verlötet werden.

 Eigenarbeit ist die eine Sache, Fremdarbeit nicht selten mit Ärger verbunden. Verchromer X gab nach einem halben Jahr zu, noch nicht alle Teile fertig zu haben. Nachdem der Restbestand zu Verchromer Y gebracht worden war und erneut 3 Monate ins Land gezogen waren, erhielt Patrick die Nachricht, dass seine angelieferten Teile nicht mehr auffindbar sind. Dem „in die Luft gehen“ wie ein HB-Männchen folgte die erfolgreiche Suche nach Ersatz. Christian Bayerl (chrom-gold-polieren.de) schaffte es innerhalb von 3 Wochen, beste Qualität in Sachen Chrom zu liefern.

Patricks Dank geht ebenso an das Commodore-Forum für den Einbautipp des 3-teiligen Getrag 5-Gang Getriebes. Gemäß der im Forum veröffentlichten Anleitung schnitt Patrick den hinteren Teil des Tunnels um 1,5 cm auf und kürzte die Schaltkulisse. Das Kürzen und Auswuchten der Kardanwelle übertrug er einer Firma in Nürnberg. Zur Perfektion von Optik und Klang fehlte nur noch die Auspuffanlage. Patrick schaffte das Auto nach Funkendorf zu “PS Autoteile“, wo Peter Senfft dem Rekord eine Gruppe A Edelstahlanlage nach Maß mit 55er Hosenrohr und 65er Endrohr schneiderte. Die Tieferlegung mit den gepressten Originalfedern schien nicht der Weisheit letzter Schluss. Ratschlage im Internet legten ihm Weidner-Federn in keilförmiger 80/60er Tieferlegung nahe, die in Verbindung mit Bilstein-Dämpfer sportliche Härte versprachen, ohne die Insassen zu foltern. Nach der Neulackierung harmonierten die zweiteiligen BBS nicht mehr mit der Karosserie im Opel-Farbton 107 (Anthrazit). Erneut half eine Versteigerung in eBay weiter, bei der Patrick den Zuschlag für 3-teilige und bereits hochglanzverdichtete BBS RS 001 in 8 und 9x15 Zoll erhielt. Für die Traumfelge mussten lediglich die hinteren Radlaufkanten gebördelt werden.

Unbeschädigt zeigte sich auch das Interieur, in Patricks Augen jedoch eine Spur zu langweilig. Rotes Velours erhielt Einzug auf Sitzen und Seitenteilen. Zwischen des Speichen des 32er Luisi-Holzvolant erkennt man die Zahl 220, was auf den Tachometer Drehzahlmesser eines Commodore A hindeutet. Fußmatten und die im Kofferraum bestehen aus rotem Echtleder mit Opel Logo und Rekord-Schriftzug. Echte Schrauber kennen keinen Neid oder gar Markenhass. Im Gegenteil, sie helfen sich gegenseitig weiter. Der Blick in die Kofferräume der  VW-Bunkerkollegen brachte Patrick auf die Idee, Radkreuz, Wagenheber und sonstige Utensilien verchromen zu lassen.

Noch hatte der Rekord die Feuertaufe nicht bestanden. Drei Tage vor dem ersten Treffen erfolgte die Einstellung der Weber Vergaser und eine Vollreinigung. Die letzten Kabel verschwanden hinter der Spritzwand, die schnell noch mit Kunstleder abgedeckt wurde. Gundelshausen 16. Juni 2007: Opel Treffen der Opel Freunde Saal. Der erste öffentliche Auftritt des Rekords bewies, dass sich die Mühen gelohnt haben. Der Pokal für „the Best of Show“ wurde an Patricks für seinen Rekord überreicht.

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Facts :
Typ: Opel Rekord D-L (1978)
Motor: 2,0 Liter, 8V, Dbilas Ansaugbrücke, 45er Weber Doppelvergaser poliert, Mitschuba Benzinpumpe, 65mm Lufttrichter, Racemix-Ölkühler, Motoroptik: gecleanter Motorraum, sämtliche Motoranbauteile und Schrauben Chrom, Wasserkühler poliert, Bremsleitungen Chrom, Ventildeckel von Rekord C, Haubenöffner im Innenradhaus, sämtliche Kabel ins Innenradhaus verlegt,
Auspuff: bearbeiteter Krümmer, PS-Autoteile Einzelanfertigung aus Edelstahl, Hosenrohr 55mm,  Rohre in 63,5mm mit Mitteltopf, 65 mm Endrohr
Leistung: 110 PS (* lt. Besitzerangabe)
Kraftübertragung: 5-Gang, 3tlg 265er Getrag, Getriebe poliert Kupplung (Monza), Schaltkulisse gekürzt, Getriebetunnel erweitert, Getriebeabstützung Eigenbau, Kardanwelle gekürzt und gewuchtet,
Vorderachse: Einzelradaufhängung mit ungleich langen Doppel-Querlenkern, Stabilisator
Hinterachse: Starrachse vom Commodore mit 3,89 Übersetzung, Doppellängslenker, einstellbarer Panhardstab
Federung (vo/hi): Weidner (-80mm) / Weidner (-60mm)
Dämpfung (vo/hi): Bilstein /Bilstein
Felgen (Herst./Größe): 3-teilige BBS RS 001 hochglanzverdichtet /  8x15 Zoll ET12 (va),  9x15 Zoll ET3 (ha)
Bereifung (Herst./Größe): Dunlop SP9000 / 195/45-15 (VA) / 215/40-15 (HA)
Bremsen(vo/hi):  Zweikolben Festsattel mit innenbelüfteten Scheiben (va) / Trommeln Pink Opeltuning (ha), Bremskraftverstärker und Zylinder aus Rekord E 2,2 (Chrom), Bremskraftregler aus Monza,
Weitere Extras: Lackierung Anthrazit (Opel 107), Unterboden Rubinrot, Commodore Kühlergrill, weiße Blinker,
Interieur: Original neu aufgesattelt und bezogen (Velours),Hutablage mit Schwarzen Leder bezogen, 32er Luisi Holzlenkrad, Holzschaltknauf aus BMW  , Fußmatten und Kofferraummatte aus echten Leder mit eingepressten Opellogo und Rekord Schriftzug,  Drehzahlmesser und Tacho bis 220km/h aus Commodore, Öldruck- und Temperaturanzeige hinter Lautsprecherabdeckung in der Mittelkonsole, Batterie im Kofferraum mit Mercedes Halterung
ICE: 45er Weber Doppelvergaser :-))

Tuningcars.de-entry: 29-05-08

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