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 Moderne Zeiten

Bei Škoda-Tuning denkt man zunächst an Octavia oder Fabia, von denen wir in jüngster Vergangenheit einige Breitbauten ausgiebig vorgestellt haben. Škoda-Tuning lässt sich durchaus auf die Heckmotoren aus der vor-VW-Ära übertragen, wie Jaroslav Hejls Rapid 136 beweist.

Škodas mit Heckmotoren der Generationen vor 1990 besitzen in Tschechien ähnlichen Kultstatus wie VW Käfer oder Trabant. Jaroslavs Firma Vertigo hat sich unter anderem darauf spezialisiert, Škodas mit Heckmotoren zu restaurieren und im weitesten Sinne des Wortes zu modernisieren. Der „reformierte“ 85er Rapid 136L ist ein Vertigo-Prototyp, der im Kundenauftrag aufgebaut, jedoch nie ausgeliefert wurde.

So weiß wie möglich und so clean wie nötig. Jaroslavs Rapid verdeutlicht, welches Potential in dem zu Zeiten der CSSR produzierten Coupé steckt. Mag auch der Sinn einer Demontage von Türgriffen außerhalb der Tuningszene kein Verständnis finden, der gefälligen Optik des blütenweißen Coupés kommen die glatten Flächen durchaus entgegen.

Der Skoda blickt durch moderne Golf III Klarglasscheinwerfer von in.pro, deren Form sowohl die Konturen von Kotflügel als auch der Schürze beeinflussen. Zusätzliche Spoiler betrachtete Jaroslav bei diesem Coupé als nicht notwendig, versah jedoch das Frontblech mit zusätzlichen Lufteinlässen und den Blinkern des Golf I. Die Radabdeckungen bestehen ausschließlich aus eigener Blech-Fertigung, darauf legt der Pilsener Kfz-Mechaniker besonders Wert.

Nahtlose Übergänge ohne Spalt verstärken den gewonnenen Eindruck eines mit viel Liebe aufgebauten Autos. Beide Verbreiterungen werden von dezent gestalteten Schwellern des Škoda Felicia verbunden und vermitteln dank perfekt laminierter Übergänge den Eindruck eines Ganzteils.

Die Spoilerecken an den hinteren Radläufen gliedern sich ebenfalls nahtlos ein. Der Clou an der Heckpartie ist zweifelsohne die Integration der  Golf III-Heckleuchten. Den oben sitzenden Blinker schnitt Jaroslav einfach ab und verlegte Blink-Funktion in die Rückfahrscheinwerfer.

Die außen positionierte Kontur der Leuchten wird von einer Heckblende überdeckt, damit selbst der  Eindruck einer auch in der Breite gekürzten Heckleuchte entstehen kann

Borbet T Räder im Cupdesign sind zweifelsohne eine gute Wahl für den Klassiker aus Pilsen. 9x16 Zoll mit ET25 hätte die Radkästen eines serienmäßigen Rapid überfordert. Dank der Verbreiterungen konnte die hintere Spur mit 40mm dicken Distanzscheiben verbreitert werden. Das in Tschechien produzierte HP Sporting Fahrwerk bringt die Karosserie dem Asphalt vorne um 60mm und hinten um 40mm näher. Keine Frage, der Škoda steht tierisch satt auf der Straße.

Wo Turbo draufsteht, muss nicht unbedingt ein  Turbo drin sein. Der Schriftzug auf der Motorhaube, so wie der NOS Aufkleber und die gelbe „150 Watt“ Flasche sollen nur als kleiner Hinweis dienen, welche Projekte in Zukunft geplant werden.

In der Gegenwart kämpft ein aus einem Škoda Felicia kannibalisiertes 1,3 Liter Aggregat mit 75 PS um Ruhm und Ehre. Leise bei der Arbeitsaufnahme zu sein, ist sein Ding nicht. Direkt an den Krümmer des Heckmotors schließt sich der Resonator eines Skoda Suberb 2,8 Liter an, der direkt in zwei Endstücke des Octavias mündet.

Der zum Zweisitzer abgerüstete Skoda erfüllt eigentlich nur einen Zweck: Kompromissloser Spaß am Fahren mit Heckantrieb und Heckmotor.

Altgediente NSU TT Piloten erinnern sich an die Tücken dieser Konzeption und auch daran, dass Sportsitze ein dementsprechendes Lenkrad zum Pflichtprogramm zählen. Jaroslav räumte einen Suzuki Swift GTI aus, entnahm beides und setzte mit weißem Kunstleder den optischen Höhepunkt.

Selbstverständlich raubte er dem Rapid die hinter Sitzbank, um den gesamten Raum des Abteils mit HiFi zu füllen. Leise ist der Skoda wirklich nicht, doch irgendwie haben ihm die modernen Zeiten ganz gut getan

FACTS:
TYP:
Škoda Rapid 136 L Coupé, Baujahr 1985
MOTOR:
1,3 Liter (Škoda Favorit), K&N Luftfilter, 75 PS
RÄDER:
Borbet T in 9x16 Zoll ET15 mit 215/40-16 Dunlop, an HA 4cm Distanzscheiben
FAHRWERK:
HP Sporting (CZ) (60/40mm tiefer)
AUSPUFF:
Škoda Superb 2.8 Resonator, Škoda Octavia Endrohr
SPOILER:
keine
INTERIEUR:
Suzuki Swift GTI Lenkrad und Ledersitze mit Schroth Gurten, Harley Davidson Innenspiegel, weiße Kunstlederausstattung, Clarion Radio, 1 Blaupunkt und 2 Velocity Endstufen, je 1 Vehicle und Crunch Subwoofer
EXTRAS:
In.pro VW Golf III Scheinwerfer, Golf I Blinker in Original-Front, gekürzte VW Golf III Heckleuchten, Böser Blick in Blech, Mattig Rückspiegel auf Eigenbau-Adapter, Verbreiterung von Kotflügel (45mm) und Seitenteile (60mm) Eigenbau in Blech, Škoda Felicia Schweller, Griffe gecleant, Lackierung Weiß Eigenmix
DANKE AN:
Michaela

tuningcars-entry: 04-01-07

 Moderne Zeiten  
Bei Škoda-Tuning denkt man zunächst an Octavia oder Fabia. Doch Škoda-Tuning lässt sich durchaus auf die Heckmotoren aus der vor-VW-Ära übertragen, wie Jaroslav Hejls Rapid 136 beweist
 
 
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