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Auf Škoda 130 RS umgebautes 77er 110 R Coupé

Škoda in Deutschland? Natürlich denkt man in erster Linie an den Showroom des Händlers mit seinen Fabia, Octavia und dem neuen Roomster. In seiner über 100-jährigen Geschichte baute Škoda eine Vielzahl an Coupés, die zumindest in ihrem Heimatland dem Kult eines Opel C Coupés gleichzustellen sind. Und wie die Opel Freaks hierzulande, drehten auch die Fans in Tschechen „ihr eigenes Ding“. Josef Markuzzi, Chef der gleichnamigen Lackiererei in Bad Staffelstein, kennt als gebürtiger Tscheche beide Seiten. Und er kennt die alten Škodas in- und auswendig, schließlich hat er vor vielen, vielen Jahren in einer Škoda-Werkstatt gelernt und 1979 in Regensburg seinen Kfz Meister abgelegt

Die Skoda 100er Serien lösten im Jahr 1969 die 1000/1100er MB Serien ab. Die wenig gebauten Coupéformen übten auf Josef eine besondere Faszination aus. Dieser 110R war ein ehemaliges Wettbewerbsauto mit 1 Liter und 55 PS starker Maschine, dessen Kampfspuren an der Karosserie nicht übersehbar waren. Skoda ließ vor vielen Jahren von einer Spezialfirma Karosserieteile für Wettbewerbsautos in Handarbeit fertigen lassen. Josef ermittelte über seinen in Marienbad wohnenden Bruder die Adresse eines ehemaligen Mitarbeiters, der tatsächlich noch komplette Bausätze des ab 1975 produzierten 130 RS gelagert hatte. Der 110 R mutierte unter Josefs fachkundigen Händen zum 130 RS.

Anstatt der 1107 ccm Maschine mit 62 PS hatte Josef eine bessere Maschine ins Auge gefasst. Der von einer Firma für Rennsport in Tschechien gekaufte 1,3er aus einem Rapid war bereits aufbereitet worden. Um den Auspuff kümmerte man sich im Hause. Als einzig kleines Problem trat die Verlegung des Kühlers auf, der nach vorne verlegt werden musste. Die Lautstärke des Markuzzi Edelstahl-Rennsportauspuff hält durchaus mit den kampferprobten NSU TT(S) mit. Auch das Fahrwerk könnte bei Sporteinsätzen mit den Neckarsulmern mithalten. Josef setzte die stabilen Schleppachsen des Rapid ein und kombinierte die Rennfedern aus dem Škoda RS-Programm mit gekürzten Koni Dämpfern. Die Felgen sind einmalig. Josefs Sohn Thomas entwarf die Sterne am PC. Die Felgenschmiede Südhessen presste die Sterne, bohrte den 4x130er Lochkreis und setzte die Dreiteiler mit passenden Innen- und Außenbetten für 8,5x16 und 10x16 Zoll zusammen.

Altgediente Toyota Piloten kennen diese Sitze. Im Celica Supra 2.8i wurde die noble Ausführung mit Pumpe für die Lendenstütze verwendet, die Celica und Corollapiloten saßen auf der Basisversion. Früher befanden sich Rennschalen im Škoda, was bei längerer Fahrt ziemlich auf die Knochen ging. Das Toyota Gestühl ist bequem und für längere Strecken durchaus tauglich. Die Rücksitzbank passte Josef der Breite des Škodas an.

Bleibt noch die Frage zu klären, warum der Škoda mit Pilsner Zulassung läuft. Ganz einfach, er ist ganz legal auf den Namen von Josefs Bruder angemeldet. Man wird ihn nur auf Ausstellungen und Messen, kaum auf öffentlichen Straßen zu sehen bekommen.

130 RS Front - auch bei Škoda hantierte man mit imageträchtigen Buchstabenkombinationen

verdammt nah am Opel C Coupé, das nahezu gleichzeitig (1973-1979) gebaut wurde

an der Hinterachse 10x16 Zoll ET5 mit 245/35 Toyo

einmalige Felgen: Stern von Thomas Markuzzi entworfen und in der Felgenschmiede Südhessen gefertigt

FACTS:
TYP:
Škoda 110 R (1977) umgebaut auf 130 RS
MOTOR:
1289 ccm, Kopf bearbeitet, größere Ventile, 102 PS
RÄDER:
3-teilige Markuzzi FS11 (Felgenschmiede Südhessen)  in 8,5x16 ET20 (4x130mm) mit 195/45R16 Toyo, 10x16 Zoll ET5 mit 245/35 Toyo
FAHRWERK:
Škoda RS Federn (-80), Koni Dämpfer mit gekürzten Kolbenstangen, Rapid Schleppachsen,
AUSPUFF:
Markuzzi Edelstahl-Rennsportauspuff
EXTERIEUR:
130 RS Gfk-Teile: Kotflügel, Seitenteile, Motorhaube, Heckklappe, Frontspoiler mit Maske und Heckdeckel, RS Rückspiegel, Sonderlackierung by Markuzzi
INTERIEUR:
Toyota Sitze auf Eigenbau-Konsolen, Raid Lenkrad

gelernt auf Škoda: Josef Markuzzi (Klick auf Bild verlinkt)

http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0koda_100/110/120S/130RS

mk 07-07-07

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Markuzzi Special: Auf Škoda 130 RS umgebautes 77er 110 R Coupé
 
 
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